Kita TÜV
SOAL PM 20.06. (19.06.2013)

Presseerklärung SOAL vom 20. 06. 2013

Wer bezahlt die Kita-Evaluation?????

Hamburgs ErzieherInnen brauchen keinen „Kita-TÜV“ sondern Arbeitsbedingungen, die
entsprechende Qualität ermöglichen. SOAL fordert vor Einführung die Klärung der
Kostenübernahme durch die FHH.

SOAL hat der Entwicklung und Einführung einer „externen Evaluation“ gemeinsam mit den
Anbieterverbänden und Vereinigung zugestimmt. Denn: Die professionelle Arbeit der
PädagogInnen und Träger ist es wert ist, öffentlich nachvollziehbar gemacht zu werden. Sie
ist ein guter Beitrag zur Wertschätzung der im Bildungsort Kita tätigen Menschen. Dass die
gemeinsam vereinbarte externe Evaluation nun als vom Tode auferweckter „Kita-TÜV“ durch
die Presse geistert bedarf der Klarstellung. Ebenso die Aussage von Senator Scheele, dass die
derzeit bereitgestellten Haushaltsmittel für Kindertagesbetreuung vollkommen ausreichend
seien. In diesem Zusammenhang erklärt SOAL:

· SOAL hat der „externen Evaluation“ zugestimmt vorbehaltlich der noch offenen Frage, WER die Kosten für diese externe Evaluation in den Kindertagesstätten übernimmt.

· SOAL fordert in diesem Zusammenhang die Klärung, in welcher Weise die FHH auch
Kosten für die Durchführung von Qualitätsentwicklungsverfahren übernimmt.

· SOAL weist darauf hin, dass die Kosten der Einführung einer „externen Evaluation“ nicht
zu Lasten des bereits jetzt unzureichenden Haushaltsbudgets für Kindertagesbetreuung
gehen dürfen.

· SOAL weist darauf hin, dass die Einführung der „externen Evaluation“ von allen
Beteiligten bisher NICHT unter dem Aspekt der KONTROLLE sondern der TRANSPARENZ
bereits bestehender Qualität geführt wurde.

· SOAL weist erneut darauf hin, dass Qualität Rahmenbedingungen braucht, die Qualität
überhaupt ermöglichen, beispielsweise: Vor- und Nachbereitungszeiten, zusätzliche
Mittel für Fortbildungen und Personalausstattung, Qualitätsentwicklung usw.

· SOAL hält es für unabdingbar, dass intensive Anstrengungen unternommen werden
müssen, die strukturellen Bedingungen und Gesundheitsfürsorge für die ErzieherInnen in
den Kindertagestätten erheblich zu verbessern. Der Senat muss seine
Personalfürsorgepflicht wahrnehmen.

Wir bedauern, dass der öffentliche Auftritt von Senator Scheele in den Presseveröffentlichungen
den Eindruck hinterlassen hat, als sei es schlecht um die Qualität der Kindertagesbetreuung in Hamburg bestellt. Folgt man dem Presseecho, dann soll „kontrolliert!“ und „fachlich fundiert geprüft!“ werden. Dann soll es nur um Gesundheit, Ernährung, Beschwerdemanagement und Übergang Kita-Schule gehen. Hamburgs Kita-PädagogInnen begleiten Kinder und Eltern mit einer hohen Professionalität – darüber Transparenz herzustellen ist die eigentliche Bedeutung der „externen Evaluation.

Rückfragen richten Sie bitte an: Claus Reichelt Tel.: 040 – 432 584 – 10, oder Sabine Kümmerle
Tel.: 0176 – 630 10 918; info@soal.de, Große Bergstraße 154, 22767 Hamburg
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